Fortpflanzungsstrategie

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Allgemeines zur Fortpflanzungsstrategie

In der Gattung Betta unterscheidet man grundsätzlich zwischen schaumnestbauenden und maulbrütenden Arten. Schon das Aussehen der einzelnen Arten verrät einem häufig etwas über die entsprechende Fortpflanzungsstrategie - während die meisten schaumnestbauenden Spezies farbenprächtige Fische mit relativ kleinem Kopf und einem kleinen, oberständigen Maul sind, weisen die meisten Maulbrüter gedecktere Farben und einen bulligen Kopf auf. Das Maul dieser Fische liegt meist eher in der Körpermitte und kann bei einigen Arten recht große Dimensionen erreichen (z.B. Betta macrostoma, Betta unimaculata).

Es ist wahrscheinlich, dass die Brutpflege im Schaumnest stammesgeschichtlich älter ist, während sich die Maulbrutpflege als Anpassung an ein Leben in strömungsreicheren Gewässern entwickelt hat.


Brutpflege im Schaumnest

Paarung von Betta smaragdina - typisch für schaumnestbauene Betta-Arten
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Paarung von Betta smaragdina - typisch für schaumnestbauene Betta-Arten

Das Schaumnest wird typischerweise vom Männchen unter einem Unterstand direkt an der Wasseroberfläche, manchmal auch in tieferen Wasserschichten angelegt. Es besteht aus Luftblasen, die das Männchen an der Wasseroberfläche aufnimmt, mit einem speziellen, zähflüssigen Speichelsekret ummantelt und dann zu einem Nest zusammenhäuft. Je nach Art kann der Durchmesser des Schaumnestes von nur wenigen Zentimetern (z.B. bei Betta brownorum) bis zu einer ausladenden Größe von 15 cm im Durchmesser bei großen Arten (z.B. Betta bellica) variieren. Die Fertigstellung des Schaumnests spielt im Balzverhalten eine wichtige Rolle - das Männchen lockt das Weibchen durch eine als Führungsschwimmen bezeichnete Verhaltensweise unter das Nest, wo nach einigen Synchronisationspaarungen direkt unter dem Nest (also meist knapp unter der Wasseroberfläche) die Geschlechtsprodukte abgegeben werden. Dabei verfallen die Partner in die Laichstarre aus der sich das Männchen kurze Zeit vor dem Weibchen löst und damit beginnt, die befruchteten Eier mit dem Maul einzusammeln und ins Nest zu verbringen.

Das Nest wird bis zum Freischwimmen der Jungtiere vom Männchen betreut.

Folgende Formenkreise ziehen ihre Jungen in Schaumnester auf:

siehe auch Schaumnest

Maulbrutpflege

Paarung von Betta fusca - typisch für maulbrütende Betta-Arten
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Paarung von Betta fusca - typisch für maulbrütende Betta-Arten

Bei der Maulbrutpflege brütet das Männchen die befruchteten Eier in seinem Maul aus, das zu diesem Zwecke meist einen vergrößerten Rachenraum aufweist, was den Maulbrütern ein charakteristisches Aussehen verleiht. Wahrscheinlich dient diese Form der Brutpflege als Anpassung an ein Leben in strömungsreichen Gewässern, in denen ein Schaumnest keinen Halt finden würde.

Balz und Paarung verlaufen ähnlich wie bei den schaumnestbauenden Arten, auch die Maulbrüter paaren sich in einer Umschlingung und verfallen nach Abgabe der Geschlechtsprodukte in eine Laichstarre, aus der allerdings das Weibchen zuerst aufwacht, um den Laich einzusammeln. Danach kommt es zu einer Verhaltensweise, die man "Eier vorspucken" nennt - dabei spuckt das Weibchen die aufgesammelten Eier dem Männchen so vor, dass dieser sie bequem aufnehmen und in seinem Maul verstauen kann. Maulbrüter paaren sich im Unterschied zu Schaumnestbauern meist in Bodennähe.

Folgende Formenkreise ziehen ihre Jungen durch Maulbrutpflege auf: