Betta splendens
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Betta splendens Regan, 1910
Siamesischer Kampffisch, Schleierkampffisch, Siamese Fighting Fish, Libby-Betta
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Allgemeines
Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens) ist in Thailand, Kambodscha und möglicherweise auch Laos beheimatet.
Das erste Auftauchen dieser Fischart wird auf 1892 in Frankreich datiert, die Erstbeschreibung erfolgte 1910 durch Regan.
Aussehen
Die Wildform von Betta splendens erreicht eine Länge von bis zu 6 cm und zeichnet sich durch blau-grüne Glanzschuppen und Flossenstrahlen auf einer dunkelbraunen Körperfärbung aus. Die Flossenhäute sind kräftig rot, ebenso die Ventralen, welche in weissen Spitzen enden. Durch jahrhundertelange Zucht in Asien und Europa wurden unzählige Farb- und Flossenvarianten bei dieser Spezies herausselektiert, die heute auf Ausstellungen nach einem strengen Standard bewertet werden.
siehe auch Betta splendens Zuchtformen
Verhalten
Der siamesische Kampffisch (Betta splendens) gehört zu den Labyrinthfischen, die nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen sind, sondern über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff atmen können. Das ermöglicht diesen Fischen, auch in relativ warmem und dadurch sauerstoffarmem Wasser zu überleben. Wegen ihrer leuchtenden Farben werden Kampffische häufig als Zierfische in Aquarien gehalten. Sie stellen an die Wasserqualität wenig Ansprüche und kommen auch mit recht beengten Platzverhältnissen zurecht. Die Männchen bauen an der Wasseroberfläche ein Schaumnest, in das die Eier abgelegt werden.
Die Männchen sind außerordentlich aggressiv gegen Männchen der eigenen Art. Sie gehen augenblicklich aufeinander los und bekämpfen sich im Aquarium bis zum Tod eines Tieres, sofern keine ausreichenden Flucht- und Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Männchen bedrohen sogar ihr eigenes Spiegelbild und greifen es an. Auch kann es vorkommen, dass sie andere - meist bunte und langflossige - Fischarten angreifen. In Südostasien werden Kampffischmännchen auch für Wettkämpfe eingesetzt, die das unterlegene Tier in der Regel nicht überlebt.
Haltung
Sollen Kampffische im Gemeinschaftsbecken gehalten werden, so ist zu beachten, daß bestimmte Fischarten den Schleierschwanz des Männchens anfressen können. Dabei muss auch bedacht werden, dass das Becken nicht zu klein ist. Es wird empfohlen, Betta Splendens einzeln oder im Artbecken zu Halten. Besonders bei vorhandenem Schaumnest sind die Männchen sehr aggressiv und verteidigen dieses manchmal sogar gegen andere artfremde Fische. Auch die Weibchen können ein territoriales Verhalten an den Tag legen und gegenüber anderen Weibchen aggressiv werden. Außerdem ist zu beachten, dass Betta Splendens von Natur aus Einzelgänger sind und sich nur zur Paarung eine gewisse Zeit lang dulden. Aus diesem Grund ist eine dauerhafte Haremshaltung nur mit ausgesuchten Tieren in einem großen Becken mit sehr dichter Bepflanzung möglich, damit sich die Tiere nicht ständig begegnen. Die Haremshaltung kann daher nicht uneingeschränkt empfohlen werden. In einem zu kleinen Becken kommt es entweder zu andauernden Kämpfen oder im gegenteiligen Fall aufgrund des "Dauerlaichverhaltens" der Weibchen zur ständigen Paarung. In beiden Fällen wird die Lebenserwartung der Tiere aufgrund des Dauerstress erheblich verkürzt.
Die Kosten für Kampffische liegen bei mindestens 3 Euro. Es gibt auch spezielle Züchtungen, z.B. Halbmond-Betta, die 60 Euro oder mehr kosten können. Weibchen sind meist günstiger als Männchen.
siehe auch: Splendens-Formenkreis

