Betta coccina
aus BettaWIKI, der freien Wissensdatenbank
Betta coccina Vierke, 1979
Weinroter Kampffisch, Grünfleckkampffisch, Wine-Red Betta
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Betta coccina (von griech.: coccinos = feuerrot) wurde 1979 von Vierke beschrieben und zählt als Nominatform zum Formenkreis der kleinen, roten Schaumnestbauer. Mit einer Größe von 5 - 5,5 cm und seiner schlanken Körperform zählt der weinrote Kampffisch zu den kleinsten Betta-Arten. Die Art kommt in Sumatra, Jambi und Malaysia vor.
Aussehen
Von B. coccina existieren mehrere Fundort-Varianten, die sich geringfügig voneinander unterscheiden. Grundsätzlich zeigen beide Geschlechter eine kräftig rote Körpergrundfarbe, auf der die Männchen eine große Anzahl hellblau-irisierender Glanzschuppen tragen, die Kiemendeckel zieren zwei rotorange-irisierende, vertikale Balken. Junge Männchen weisen häufig einen grünblau-irisierenden Seitenfleck auf, weshalb sie Betta brownorum sehr ähnlich sehen. B. coccina wird allerdings deutlich größer und unterscheidet sich durch das Balz- und Laichverhalten von B. brownorum. Der Fleck verliert sich und geht mit fortschreitendem Alter in eine flächige Glanzbeschuppung über. Die Flossen beider Geschlechter sind tiefrot mit einigen blau-irisierenden Reflexen, die Ventralen enden in weißen Spitzen. Die Weibchen sind etwas weniger kräftig gefärbt, ausserdem sind ihre Flossen weniger flächig ausgeprägt.
Verhalten
Der weinrote Kampffisch ist ein scheuer, ruhiger Pflegling. Die Männchen können gegeneinander sehr aggressiv sein, in einem Becken von ausreichender Größe ist es aber möglich, mehrere Männchen zu vergesellschaften. Auch Weibchen von B. coccina können sich ausgesprochen aggressiv gebärden, speziell während der Fortpflanzungsperiode. In der Natur lebt die Spezies in Tümpeln, die selten mehr als 30 cm Wasser führen, oft leben sie monatelang sogar nur in feuchtem Laub ohne nennenswerten Wasserstand. Dementsprechend meiden die Tiere offenes Wasser und halten sich lieber in Pflanzendickichten oder Falllaubhaufen auf. B. coccina ist ein Schaumnestbauer, das Männchen pflegt das kleine Nest bis zum Freischwimmen der Jungtiere.
Haltung
Die Haltung von Betta coccina erfordert viel Aufmerksamkeit und etwas Erfahrung. Die Fische stammen aus Schwarzwasserbiotopen, benötigen also saures und weiches Wasser, um sich wohl zu fühlen (PH 4 - 5,5, GH 0 - 10°). Die Temperatur sollte zwischen 21 und 24°C liegen. In Hinblick auf das natürliche Verhalten der Fische sollte das Hälterungsbecken sehr dicht bepflanzt und mit vielen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein. Für ein Paar ist ein Becken mit 30 cm Kantenlänge bereits ausreichend. Man sollte besonderes Augenmerk auf eine wirklich dichte Abdeckung legen, da die Tiere jede Lücke finden um aus dem Becken zu springen.
Besonderheiten
Die Bestände von Betta coccina auf der malaiischen Halbinsel sind sehr stark durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht, weshalb 1995 ein Zuchtprogramm der IGL für diese Art unter der Leitung von Robert Donoso-Büchner ins Leben gerufen wurde. Leider wurden die Bemühungen im Oktober 2005 niedergelegt, da sich nicht genügend Züchter am Erhalt dieser wunderschönen Tiere beteiligten.

